Heimatverein Diessen e.V.

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"Heimatverein Diessen e.V."

NÄCHSTER TERMIN:

Dietmar Scharfe

29. Februar 2024 bis 15. März 2024
Öffnungszeiten: Mo - Sa von 16.00 bis 18.00

43. Weihnachtsmarkt

des Heimatverein Diessen

am 9. Dezember 12 – 20 Uhr 

und 10. Dezember 11 – 18 Uhr 


 Weihnachtsmarkt des Heimatvereins Diessen 


Es ist eine langjährige Tradition: Am 2. Adventswochenende findet der Weihnachtsmarkt des Heimatvereins Diessen statt. Vor der Kulisse des Marienmünsters und im Taubenturm bieten Kunsthandwerker aus Diessen, aber auch aus der weiteren Umgebung ihre Waren an. Die Kunsthandwerker und Künstler verkaufen ihre Produkte selbst und sind immer gerne zu einem Gespräch über Ihre Waren bereit. Es ist eine bunte Mischung aus einfachen und wertvollen Materialien. 

Neben altbewährten Ausstellern sind dieses Jahr auch ein paar neue Gesichter anzutreffen. 

Neben Zinnfiguren und einer Blumenwerkstatt findet man dieses Jahr unter anderen recycelte Lammfellprodukte, originale Oberammergauer Schnürlkasperl, liebevoll gefertigte Püppchen oder etwa kunstvolle Glassterne aus der Werkstatt Loesche. 

Aber auch Modisches und Wärmendes zum Anziehen, Gestricktes und Genähtes, Porzellan und Schmuck. 


Natürlich ist auch wieder für das leibliche Wohl gesorgt mit Crêpes, Fisch, Würstel, Glühwein und den feinen Kuchen, zu denen das Café im Taubenturm einlädt. 


Wie jedes Jahr wird der Weihnachtsmarkt von einem schönen Rahmenprogram für Kinder bestehend aus Kasperltheater, Zaubershow und Lesungen begleitet. Am Samstag nach Einbruch der Dunkelheit wird der Nikolaus im weißen Gewand und mit Mitra den Markt besuchen und den Kindern eine Kleinigkeit bringen. 


Der Markt ist ein besonderer Treffpunkt und eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Auf elektrisches Licht wird weitgehend verzichtet, nur Kerzen und Petroleumlampen erleuchten die Stände. Angeblich kommen manche Standbetreiber nur deswegen immer wieder, weil die Stimmung hier so gut ist. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, um seinen Lieben oder sich selbst eine Freude zu bereiten: Hier wird er sicher etwas finden. 

Hinweise: Ab Anbruch der Dunkelheit wird es erfahrungsgemäß recht voll, während man sich vorher die Waren in größerer Ruhe anschauen könnte. 

Die Parkplatznot hat sich nicht verringert! 


Der Parkplatz an der Rotter Strasse steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Besucher werden gebeten auf die umliegenden Parkplätze in der Schützenstrasse und Eichendorffstrasse auszuweichen. An der Mehrzweckhalle stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. 

RESET in 2023 - HAUS DES JAHRES 


Eine Tradition weiterzuführen ist eine Entscheidung, die abgewägt werden muss. Zum einen will überdacht sein, ob dieses schon ritualisierte Tun noch sinngebend ist und zum anderen gilt es den eigenen Sachverstand zu bewerten. Habe ich/haben wir das notwendige Wissen, die Expertise, um die Tradition in gleicher Weise fortzuführen? Nun, diese Fragen haben wir uns, als nachgerückte Vorstandschaft gestellt und mit einem entschiedenen JAIN beantwortet.


Was im Detail heißt, wir halten es für äußerst sinnvoll die Entwicklung des Diessener Ortsbild im Blick zu halten und beispielhafte bauliche Veränderungen auszuzeichnen. Allerdings vor dem Hintergrund der Kenntnisse und Expertisen der aktuell in den Vorstand Gewählten, weshalb wir naturgemäß im Ergebnis von der Bewertungskonstante der bisher belobigten Häuser abweichen. Das entscheidende Kriterium für die Vergabe der Plakette HAUS DES JAHRES war bislang die im Sinne des Denkmalschutzes vorbildlich durchgeführte Sanierung/Renovierung, wir gehen einen neuen Weg.


Als Vorstandschaft, in der mehr als die Hälfte freischaffende Künstler und Gestalter sind, möchten wir das neu Geformte, das in der Zeit Erdachte und Entwickelte in den Fokus rücken. (Wir sind natürlich gewahr keine Architekten zu sein, doch wir beschäftigen uns täglich mit Ideen für raumgreifende Objekte, deren Formgebung, Proportion, Ausdruck, Farbigkeit, etc.) Entsprechend dieser Kenntnisse haben wir nach einem Neubau Ausschau gehalten, der, und hier schließen wir sanft an die Denkmalschutz-Idee an, dem traditionellen Ortsbild Rechnung trägt und in einer sich integrierenden Gestaltungssprache gehalten ist. 

Es freut uns, dass das HAUS DES JAHRES 2023 zudem kein blankes Zitat tausendfach gespielter Elemente ist, sondern der freudvollen, individuellen und originären Grammatik seiner Bewohner folgt. Und damit geht, wie einstimmig in der Vorstandschaft beschlossen, die Auszeichnung HAUS DES JAHRES 2023 an Familie Anita und Patrick Meister für deren neugebautes Einfamilienhaus in der Johann-Michael-Fischer-Straße 25. 


Meisters Haus orientiert sich gerade im vorderen, von der Straße aus deutlich sichtbarem Bereich, in Kubatur, Proportion und Ausgestaltung an der umliegenden Bebauung, wie dem Komplex des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes und dem Wohnhaus, Am Kirchsteig 9, einem stattlichen Satteldachbau mit Mittelrisalit, gusseisernen Balkon- und Terrassengittern sowie einer Putzgliederung im späten Maximilianstil von 1878. 


Mancher Passant – auch einige von uns – dachten im Vorrübergehen oder -Fahren hier sei ein altes Gebäude, das möglicherweise als Wirtschaftsgebäude den vorgenannten Bauten gedient haben könnte, „freigeschnitten“ worden. Ein Eindruck, der nicht zuletzt durch den liebevoll angelegten Apotheker-Garten mit parzellierten und von Buchs umwachsenen Beeten vermittelt werden kann.


Aber nein, die gemeinte, einstöckige Fassade mit den sechs symmetrisch angeordneten Holzsprossenfenstern, ist die zurückhaltende Nordseite eines Neubaus, der im südlichen Teil zum modernen Glasbau wird. Unter einem durchgängigen Giebel vereint, ist das verbindende Element von „Alt- und Neubau“ ein gestalterisch querlaufender Trakt mit beiderseits großzügigen gewölbten Dachgauben. Optisch eindrucksvoll von einer Betonrahmung begrenzt, ist dieser Quertrakt im Osten bis zum Boden verglast, im Westen bietet er im Dachgeschoss ein Panoramafenster Richtung See.  


Dem Gelände wurde ein sanftes Gefälle in Richtung Süden gegeben, um die Wohnraumhöhe im Erdgeschoss im rückwärtigen, südlichen Teil zu mehren. In den dort liegenden Bereichen von Ess- und Wohnzimmer hat man einen direkten, schwellenlosen Zugang zum dahinterliegenden, mit Natursteinen gefassten Terrassenbereich mit naturnahmen Gartenteich.

Ein Leben mit und in der Natur war für die Meisters eine wichtige Ausgangsposition für ihre Ideenfindung. Hinzu kam die ausgeprägte Liebe zu alten Bauernhäusern, die sie über die Zeit viele bauliche Bestandteile, wie Türstöcke, Türblätter, Griffe, Bodenbretter, alte Fenster und ähnliches hat sammeln lassen. Selbige sind, trotz unterschiedlichster Durchgangshöhen und oder diverser Altersschrammen sämtlich im Haus verbaut.


Fakten & Daten

Bauherren: Familie Anita und Patrick Meister

Architekt: Roland Niedermeier, Kaufbeuren

Am Bau beteiligte Firmen:

Weber Bau, Utting – Anton Kröll (Gewölbe), Waging – Schreinerei Graf, Rieden - Schreinerei März, Raisting – Ofenbau Markus Eisenschmidt, Andechs - Zimmerei Schlemmer, Jesenwang - Zementwerkstatt Ingo Weber (Zementböden im EG), München - Elektrik, Elektro Altbauer, Emmering – Heizung/Lüftung/Sanitär Hofmann, Weil


Gartengestaltung: Garten Bronder, Utting

Baubeginn: Juni 2019

Bezug: November 2020

Diese besondere Art des Recycelns ist ebenfalls ein uns wichtiger Aspekt beim Thema Neubau – nicht alles muss nigelnagelneu sein: viele verbliebene Ressourcen sind zu wertvoll, um sie auszumustern und dienen zugleich einer bewussten Individualisierung des eigenen Heims.

Als besonders augenfällig empfanden wir bei der Begehung auch die Treppenlösung, während der ins Dachgeschoss führende Teil eine in einem Stück gegossene Betontreppe ist, ist der zweite, in den abgesenkten Koch-, Ess- und Wohnbereich eine hölzerne, grob gezimmerte „Baustellentreppe“. Von dieser aus blickt man in die Küche und durch die nachgebildeten, kleingesprossten Stallfenster in Richtung Osten. Geheizt wird das Haus überwiegend durch Holz, was möglich wird durch den Kachelofen mit Wassertasche. Nicht unerwähnt bleiben, soll die moderne Variante einer „Russkuchl“ mit offener Feuerstelle, die unter einem mit alten Ziegeln gebauten Kreuzgewölbe für eine ungewöhnlich nostalgische Optik sorgt, gerade auch im Gegensatz zu der ihr gegenüberliegenden, südlichen Glasfassade. 


Man mag an dieser Stelle zu unterschiedlichen ästhetischen Meinungen kommen, ausschlaggebend für uns Familie Meister für ihren Neubau die Plakette HAUS DES JAHRES zuzuerkennen, war die überall im Haus sichtbare Intention Traditionelles zu schätzen, es gelungen mit Modernem zu vereinen und das in einer Art und Weise, die neue Lösungen zulässt. Und insbesondere ihr Engagement das gewachsene Ortsbild Diessens in den allgemein sichtbaren Bereichen zu respektieren, ja sogar zu stützen. Oder, um die selbstironischen Worte der Familie Meister zu zitieren, „ein wildes Chaos, ohne Angst vor Unterschieden.“  

Nuë Ammann


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Heimatvereine widmen sich häufig dem Rückblick auf die sogenannte "gute alte Zeit". 


Der Heimatverein Diessen will dagegen nicht nur in der Retrospektive verharren, sondern schaut auch gern in Gegenwart und Zukunft. 


Sein Engagement gilt der Pflege und Förderung von Kunst, Kultur und Eigenleben des Marktes Diessen am Ammersee.


Im historischen "Taubenturm", der dem Verein gehört, werden jedes Jahr sechs bis acht Kunstausstellungen präsentiert. Darüber hinaus greift der Verein Themen aus den Bereichen Ökologie, Drogenproblematik, Denkmalpflege und Ortsgeschichte auf, organisiert Lesungen, Vorträge und Konzerte und veröffentlicht mit den Texten namhafter Autoren in zwei "Diessener Lesebüchern" ein Stück literarische Heimat. Mit seinem Preis "Haus des Jahres" prämiert der Heimatverein private denkmalpflegerische Leistungen. Seit fast 40 Jahren richtet der Heimatverein den Diessener Weihnachtsmarkt aus, auf dem ausschließlich selbstgefertigte und kunsthandwerkliche Arbeiten angeboten werden.


Der Verein wurde 1925 durch den aus einer alten Diessener Zinngießerfamilie stammenden Germanisten, Dialekt- und Heimatforscher Dr. Bruno Schweizer und 12 weitere Bürger gegründet. Heute hat der Verein etwa 330 Mitglieder. Für den bescheidenen Jahresbeitrag von 15.- € können Sie Mitglied werden und werden dann zu allen Veranstaltungen eingeladen.


Der Vorstand ist immer an Anregungen und Vorschlägen interessiert, insbesondere von Personen, die selbst etwas auf die Beine stellen oder bewegen wollen.