Heimatverein Diessen e.V.

PRESSE

Kreisbote

21. Januar 2022

www.Kreisbote.de


Dießens elfter

Ehrenringträger


Dießen – Wenn man in Dießen eine Person sucht, die am meisten über Kultur, Kunsthistorie und Heimatgeschichte weiß, gibt es nur einen: Prof. Dr. Thomas Raff. Dieses Kompliment machte Bürgermeisterin Sandra Perzul dem 75-jährigen Kunst- und Kulturhistoriker anlässlich der Verleihung des Goldenen Ehrenrings der Marktgemeinde. Kein anderer habe sich in den vergangenen Jahrzehnten mit soviel Herzblut und Liebe für Dießen eingesetzt und Erinnerungen für die Nachwelt geschaffen.



© Dieter Roettig

Prof. Dr. Thomas Raff mit Urkunde und Goldenem Ehrenring nach der Überreichung durch Bürgermeisterin Sandra Perzul. Im Sitzungssaal des Rathauses hatte man einen Teil von Raffs Büchern ausgestellt.

Foto: © RoettigKreisbote

Unter anderem habe er 35 Jahre die Geschicke des Heimatvereins geleitet und damit Dießen seinen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. Ihm sind beispielsweise Erhalt und Renovierung des Taubenturms, des Blauen Hauses und des Traidtcastens zu verdanken. Er hatte auch die Idee, Dießens Straßenschilder mit Zusatzschildchen über die Geschichte der Straße zu versehen. Auch die jährliche Auszeichnung als „Haus der Jahres“ für besonders gelungene Renovierungen geht auf ihn zurück.


Dank Dr. Raffs umfassendem Wissen über die Kultur- und Kunstszene Dießens konnte zuletzt der repräsentative Bildband „Kunst im Rathaus“ veröffentlicht werden, der mit seinen Texten das Schaffen von 107 namhaften Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Region belegt. Weitere lokale Bücher von Dr. Raff: „Spaziergänge durch Dießen“, „Der Taubenturm zu Dießen“, „Dießen in alten Ansichten“ oder „Dießen in alten Darstellungen und Schilderungen“. Dieses Buch hat Ex-Bürgermeister Herbert Kirsch, Gast bei der Verleihung, als erstes gelesen, als er Anfang der 80er-Jahre nach Dießen kam. Mit Kirsch habe Prof. Dr. Raff bestens zusammengearbeitet, in der Regel über den kurzen Dienstweg. So wurde 1998 auf Raffs Anregung hin eine Archivstelle bei der Marktgemeinde eingerichtet.


Auch mehr als 40 geschichtsträchtige Aufsätze über Dießen hat Prof. Dr. Raff geschrieben. In einem erklärt er, warum das Dießener Wappen „Fischermartl“ genannt wird. Das geht auf einen Dießener Fischer namens Martin zurück, der sich 1322 in der Schlacht von Mühldorf durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet hatte. Als Anerkennung ernannte Kaiser Ludwig Dießen zum Bannmarkt und verlieh das Wappen mit dem Hl. Georg und dem Fisch, das seitdem „Fischermartl“ heißt. Ein Beispiel, wie aus einer Frage eine Forschungsarbeit mit viel Recherche entsteht, wie Raff ergänzte. 

Laudatorin Sandra Perzul zitierte Weggenossen von Prof. Dr. Raff, die ihn als Spaziergänger durch die Dießener Kulturgeschichte bezeichnen: „Er wühlt, gräbt aus, plaudert, bringt zusammen, setzt Dinge und Menschen in Bewegung und begeistert mit seiner offenen, liebenswürdigen und großzügigen Art“. Die bewies er gerade wieder, als er der Gemeinde seine private Bibliothek „von zwanzig laufenden Regalmetern“ für das Archiv stiftete.


Prof. Dr. Thomas Raff wurde 1947 in München geboren und besuchte ab 1958 das Internat im Schondorfer Landheim Ammersee, weil seine Eltern in Bierdorf ein Ferienhaus besaßen. Nach dem Abitur studierte er erst Jura, danach Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Europäische Ethnologie. 1979 begann seine berufliche Laufbahn als Kunsthistoriker in der Redaktion „Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte“. Später war er Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Uni Augsburg und nach seiner Habilitation Professor.

Gemeinderat Michael Lutzeier dankte Prof. Dr. Raff in Vertretung der drei Kulturreferenten für sein unermüdliches und ehrenamtliche Wirken für Dießen. Der Geehrte betonte, dass er sein Schaffen nie als Arbeit, sondern als Spaß angesehen habe. Neben Lutzeier (Die Partei) kam viel Beifall auch von den Gemeinderäten Roland Kratzer (CSU), Antoinette Bagusat (Dießener Bürger), Michael Hofmann (Bayernpartei), Marc Schlüpmann (Die Grünen) und Johann Rieß (Freie Wähler)


Vor Prof. Dr. Raff haben erst zehn herausragende Persönlichkeiten seit der Einführung im Jahr 1965 den „Goldenen Ehrenring“ der Marktgemeinde Dießen erhalten. Das bezeugt die Wertigkeit dieser Auszeichnung für handverlesene Bürger, die ihre Kraft und Energie dem öffentlichen, kulturellen und sozialen Interesse der Gemeinde gewidmet haben. 

Der erste Ehrenring der Gemeinde Dießen wurde an Schwester Johanna Kreuzer verliehen, die 47 Jahre lang als Lehrerin in Dießen gewirkt hatte. Weitere Ehrenringträger waren unter anderem Monsignore Heinrich Winterholler für seine Verdienste um die Erneuerung von Marienmünster mit Turm und der Winterkirche, Keramiker und Heimatforscher Ernst Lösche oder Liselotte Orff, die das Erbe ihres Gatten Carl Orff für Dießen gesichert hat. 


© Dieter Roettig

Merkur

1. Januar 2022

www.merkur.de



Thomas Raff ist Dießens elfter Ehrenring-Träger


Prof. Dr. Thomas Raff. © Roettig

Dießen – Erst zehn herausragende Persönlichkeiten haben seit der Einführung im Jahr 1965 den „Goldenen Ehrenring“ der Marktgemeinde Dießen erhalten. Unter anderem das bezeugt die Wertigkeit dieser Auszeichnung für handverlesene Bürger, die ihre Kraft und Energie dem öffentlichen, kulturellen und sozialen Interesse der Gemeinde gewidmet haben. 

Wie Dießens Bürgermeisterin Sandra Perzul bei der letzten Gemeinderatssitzung bekannt gab, wird der Ehrenring aus der Dießener Goldschmiede von Michael Saupe nach langer Pause erst jetzt wieder verliehen. Und zwar an Prof. Dr. Thomas Raff (74), Kunst- und Kulturhistoriker mit einer ellenlangen Liste an Verdiensten für die Marktgemeinde. 


Unter anderem hat Prof. Dr. Thomas Raff 35 Jahre die Geschicke des Heimatvereins geleitet und damit Dießen seinen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. Aus gesundheitlichen Gründen musste er allerdings im September zurücktreten und wurde von seinem Wunschkandidaten Matthias Rodach abgelöst.

Dank Dr. Raffs umfassendem Wissen über die Kultur- und Kunstszene Dießens konnte zuletzt der repräsentative Bildband „Kunst im Rathaus“ veröffentlicht werden, der mit seinen Texten das Schaffen von 107 namhaften Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Region belegt.

Weitere lokale Bücher von Dr. Raff sind beispielsweise „Spaziergänge durch Dießen“, „Der Taubenturm zu Dießen“, „Dießen in alten Ansichten“, „Dießen in alten Darstellungen und Schilderungen“ oder „Tagebuch eines Landlebens – ein Dießener Lesebuch“.

Auch viele geschichtsträchtige Aufsätze über Dießen hat Prof. Dr. Raff geschrieben. In einem erklärt er, warum das Dießener Wappen „Fischermartl“ genannt wird. Das geht auf einen Dießener Fischer namens Martin zurück, der sich 1322 in der Schlacht von Mühldorf durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet hatte. Als Anerkennung ernannte Kaiser Ludwig die Gemeinde Dießen zum Bannmarkt und verlieh ihr auch das Wappen, das seitdem „Fischermartl“ heißt.


Der erste Ehrenring der Gemeinde wurde 1965 an Schwester Johanna Kreuzer verliehen, die 47 Jahre lang als Lehrerin in Dießen gewirkt hatte. Weitere Ehrenringträger waren unter anderem Monsignore Heinrich Winterholler für seine Verdienste um die Erneuerung des Marienmünsters mit Turm sowie der Winterkirche, Keramiker und Heimatforscher Ernst Lösche oder auch Liselotte Orff, die das Erbe ihres Gatten Carl Orff für Dießen gesichert hat.


Dieter Roettig

Ammersee-Kurier

1. Januar 2021

www.augsburger-allgemeine.de

Thomas Raff erhält den Goldenen Ehrenring der Marktgemeinde Dießen.

Das Foto zeigt ihn 2013 bei einer Führung im Schacky-Park.

Foto: Stephanie Millonig (aus dem Archiv des Landsberger Tagblattes)

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Merkur

22. September 2021

www.merkur.de



»Mr. Diez« ist neuer Vorsitzender des Heimatvereins


Die aktuelle Vorstandschaft des Heimatvereins Dießen: Vorne (v.l.) Annette Rießner, Katalin Fischer, Matthias Rodach, Jörg Kranzfelder, Bürgermeisterin Sandra Perzul und Josef Graf. Dahinter (v.l.) Clara Gensbaur-Shao, Katharina Andress und Nue Ammann.

© Roettig

Dießen – 35 Jahre lang hat Prof. Dr. Thomas Raff die Geschicke des Heimatvereins geleitet und ihm und der Marktgemeinde seinen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. Jetzt musste der Kunsthistoriker aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten. Nachfolger und neuer Vorsitzender wurde sein Wunschkandidat Matthias Rodach. Wer ihn nicht kennt: Rodach ist Bildhauer und hat Dießens Wahrzeichen „Diez“ geschaffen, den „Mann mit dem goldenen Fisch“ auf luftiger Höhe am Untermüllerplatz. Der Meisterschüler der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg lebt und arbeitet in seinem Atelier in der Dießener Seestraße.


Bei der coronabedingten Doppel-Mitgliederversammlung für die Jahre 2020 und 2021 im „Wirtshaus am Kirchsteig“ vollzog sich mit einem erweiterten Vorstand auch ein Generationswechsel nach dem Motto „Altbewährter Geist in neuem Gewand“. Nicht nur Raff trat von seinem Posten zurück, auch die bisherige Öffentlichkeitsreferentin Uschi Radaj nach 25-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Clara Gensbaur-Shao gewählt, die in München Kunstgeschichte und Sinologie studiert hat. Sie will künftig den Verein in seiner Außendarstellung sowie bei der Kuratierung von Ausstellungen im Taubenturm unterstützen. Referentin für das vereinseigene Juwel Taubenturm wurde Katharina Andress, studierte Bildhauerin und bekannt durch ihr kleinformatigen Holzskulpturen. Ihr liegt eine „professionelle, vielseitige und künstlerische Bespielung des Turms“ schwerpunktmäßig am Herzen.

Für mehr „Performatives, Theatralisches und Literarisches“ in Dießen möchte sich Katalin Fischer einsetzen, neue Theater-Referentin im erweiterten Vorstand. Die Regisseurin und Autorin ist über die Region hinaus bekannt durch ihre Theatergruppe „Die Virtuelle Companie“. Durch ihre Kammermusikreihe „Hauskonzert am Ammersee“ schätzt man auch die Akkordeonistin Annette Rießner, laut ihrer Aussage schon länger „verbandelt mit dem Heimatverein“. Als neue Referentin für Musik möchte sie den Verein um weitere attraktive Konzertformate ergänzen. Sie versteht sich zudem als „Schnittstelle zu den Münsterkonzerten“, an deren Organisation sie maßgeblich beteiligt ist.

Ebenso als Schnittstelle sieht sich Vize-Vorstand Jörg Kranzfelder, der künftig Symbiosen mit der „Freien Kunstanstalt e.V.“ anstrebt, wo er ebenfalls zweiter Vorstand ist.


Gespannt lauschten die Gäste Julia Rieß, der Referentin für den überregional beliebten Dießener Weihnachtsmarkt. Sie und ihr Team Daniel Moerler, Phillip Perret, Christine Herr-Tropp und Johann Rieß tüfteln bereits an einem coronakonformen Konzept, damit der Markt heuer wieder wie gewohnt am zweiten Adventswochenende vor dem Marienmünster stattfinden kann. Mit besserer Ausleuchtung und einem kulturellen Rahmenprogramm möchten sie unter anderem die Öffnungszeiten in den Abend hinein verlängern. Bürgermeisterin Sandra Perzul, Gast bei der Versammlung, zeigte sich optimistisch, dass der Markt genehmigt wird, allerdings ohne Einbeziehung des Taubenturms mit seinem engen Innenleben.


Die Posten des zweiten Vorstands Jörg Kranzfelder, der Schriftführerin Nue Ammann und von Schatzmeister Josef Graf standen nicht zur Disposition, bleiben also in der bewährten Besetzung.


Dieter Roettig

Augsburger Allgemeine

19. September 2021

www.augsburger-allgemeine.de



Heimatverein in Dießen nach 30 Jahren erstmals ohne Thomas Raff


Bei den Neuwahlen werden im Heimatverein in Dießen viele Positionen neu besetzt. So geht es nach dem Generationswechsel weiter.


von Uschi Nagel

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